freizeit ist scheiße

ja, ich arbeite gerne, arbeiten ist super, wer braucht schon freizeit, schaffen wir die feiertage ab, wo bleibt die demonstatrion für noch mehr arbeitszeit, ich geh in streik, in feiertagsstreik, was interessieren mich eure blöden gesetzte, ich will arbeiten, ich arbeite, also bin ich, wenn ich nicht arbeite, bin ich folglich nicht, wenn ich nicht bin, wer war ich einmal?

arbeit ist der feiß´gen lohn, arbeit ist des ruhmes mutter, schafft die feiertage ab, katholisch sind wir alle nicht, wozu zu hause bleiben, es gibt so viel zu tun, arbeit gewinnt allezeit etwas und schlafen kann man auch im grab. hoppauf, weiter, fleiß bringt brot und faulheit not, schafft den sozialstaat ab, dem fleißigen hilft gott, den anderen wird nicht geholfen, willst du nicht arbeiten, hilft dir kein beten und auch kein bettln, es hat sich ausgeduldet, jeder arbeiter ist seines lohnes wert und jeder lohn seines arbeiters, und wer nicht arbeitet, dem schenke man auch keinen feierabend, denn wer nicht gerne arbeitet, hat bald feierabend gemacht. arbeitsamkeit ist die beste lotterie, die nicht arbeiten, werden nicht reich, und wer arbeitet hat keine zeit, geld zu verdienen. fleiß ist des glückes vater, also fleißt weiter und seid glücklich, selig die fleißigen, denn ihnen gehört das arbeitsreich. fleiß hat immer etwas übrig, ohne fleiß bringt man es in keiner sache weit und ohne schweiß schon gar nicht, also schweißelt euch vor, und lasst das deo links liegen, tropft euren saft in schächte und gruben, baut aus, grabt um, denn fleiß bringt uns alle weit, bringt u-bahnen und hochhäuser und einen neuen flachbildschrim . wer geld begreifen will, muss es als lohn und nicht als ziel verstehen, und der höchste lohn ist nicht das, was man durch die arbeit bekommst, sondern das, was man durch sie wird. fleiß überwindet alles, fleiß bringt schweiß und schweiß macht weiß, und wenn man weiß ist, ist feierabend. wer in der jugend sich durch arbeit musste schlagen, den rührt´s im alter nicht, wenn sich die jungen plagen, also seid arbeitswillig und vermehret euch, dann wird euch nichts geschehen, dann gibt es sogar eine pension, arbeit sorgt vor, bettet weich, und wie man sich bettet so liegt man. der wolf ist immer bereit, sich ohne lohn als schäfer zu verdingen, und die mutter hütet gern die schaf während der vater im arbeitskrieg ist. die mutter züchtet die arbeitstiere von morgen, der vater geht zur schlachtbank namens pension. die pension ist aller mühe lohn, dort hackt man den gehaltskopf ab und schickt den fleißigen nach hause, wo er bald darauf vor dem falachbldschirm verstummt, denn wenn arbeit so leicht wär, dann täts der bürgermeister auch,und das tut er auch, und das, was er nicht tut, tun andere für ihn. das ist der feine unterschied. als ex-arbeiter isst du nudelsuppe, nur der bürgermeister hat gerade blanke zähne, das liegt an seinem ungeköpften gehaltsscheck. aber: ein guter amboss fürchtet keinen hammer, und wie einer isst, so arbeitet er auch, deswegen schickst du deinen sohn in den krieg,

denn wenn der himmel einen menschen erschaffen hat, muss es für ihn auch eine aufgabe geben. arbeit schändet nicht, arbeit macht frei,frei von schlaflosigkeit und kummer, denn wer arbeitet denkt nicht.

drum arbeiten wir gerne, arbeiten ist super, wer braucht schon freizeit, schaffen wir die feiertage ab,wir wollen arbeiten, wir arbeiten, also sind wir, wenn wir nicht arbeiten, sind wir folglich nicht, wenn wir nicht sind, was werden wir einmal gewesen sein?

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